• Heike Christina Jekel

Väter in meinen Geburtsvorbereitungskursen


„Ich bin da, weil meine Frau sich das hier wünscht“, so lautet die Antwort in 99 % aller Fälle, wenn ich in der ersten Sitzung den Mann frage, ob er den freiwillig dabei ist. Die Frage an und für sich ist ein schöner Türöffner für mich. Denn mein nächster Kommentar ist in der Regel, „keine Sorge, das sagen fast alle, aber nach der ersten Einheit sieht das meist ganz anders aus“. Dann schaut Mann ganz überrascht, scheint er doch mit einer anderen Antwort gerechnet zu haben. Allgemein sitzen Männer zu Beginn der ersten Sitzung da und tun so, als ob sie voll interessiert wären, aber eben mit unterschwelligen Verdauungskrämpfen. Bei einem „normalen Geburtsvorbereitungskurs“ bei einer Hebamme gibt es ja immerhin gewisse Vorstellungen, wie das ablaufen wird. Aber was bitte kommt auf Mann bei einem meiner Kurse zu? FlowBirthing – HypnoBirthing – Heilpraktikerin – klingt jetzt alles nicht so vertraut für die meisten werdenden Väter, eher sehr esoterisch und damit können sich die wenigsten anfreunden. Meinem Partner ging es da am Anfang übrigens sehr ähnlich.


Bei der Vorstellungsrunde kommen sie dann schon etwas aus sich heraus, denn ich lasse meine Paare sich gegenseitig vorstellen und was tolle zu sagen gibt es doch meist über die werdende Mutter, denn stolz sind sie alle auf ihre Partnerin. Nachdem ich den Ablauf der Einheit vorgestellt habe kommt meist das deutlich aufatmen, denn es geht um die Anatomie und das finden die meisten sehr spannend und je mehr sie über das unglaubliche Zusammenspiel der Hormone von Mutter und Kind und den muskulären Abläufen erfahren um so gespannter werden sie. Fakt ist, dass sie davon oftmals nicht die geringste Ahnung hatten, traurig, dass es bei den Frauen oftmals auch so ist.


Was mir aber auffällt, ist das die werdenden Väter immer mehr Achtung vor der Weiblichkeit bekommen, dass sie im Laufe meines Kurses ein doch tiefes Verständnis davon erhalten, wie kraftvoll der weibliche Körper ist und wie intuitiv doch alles laufen kann, wenn Frau den Kopf ausschalten kann und auf ihr Kind und das Bauchgefühl hören lernt. Und es ist wundervoll zu beobachten, wie Männer diese Transformation bei den werdenden Müttern unterstützen und sie je mehr die Frau in ihre ur-weibliche Kraft zurückkommt, immer entspannter werden. Sie verstehen, wie sie ihre Partnerin während der Geburt wirklich unterstützen können in dem sie einfach da sind und den Raum halten, Geborgenheit und Liebe geben. Sie nehmen wahr, dass ihr Tun eigentlich nicht die große Aktion von fordert, sondern im Gegenteil die volle Präsenz das wichtigste ist.


Perfekt wird der Kurs für die Männer, wenn sie sich auf die Entspannungsübungen einlassen und verstehen, dass vieles was sie bei mir lernen, nicht nur für die Zeit der Schwangerschaft gedacht ist, sondern, dass sie die Übungen auch für ihren beruflichen Alltag nutzen können und eben auch dann, wenn das Kind auf der Welt ist und die nächsten Herausforderungen auf sie zukommen.

Das aller schönste jedoch ist die Tatsache, dass die Männer im Kurs entdecken, wie wertvoll diese Zeit in meinen geschützten Räumen ist um sich wirklich intensiv mit dem Baby zu verbinden. Das Band welches entsteht zwischen Vater und Baby wird von Woche zu Woche immer sichtbarer, da es tatsächlich auch in körperliche Berührung übergeht die immer selbstverständlicher wird. Da wird der Babybauch sanft gestreichelt und die Hand der Partnerin berührt, es werde liebevolle Blicke ausgetauscht und ich spüre, dass das Paar immer mehr in die tiefe Gelassenheit in Hinblick auf die Geburt eintaucht. Dass sie verstehen, worauf es wirklich wirklich ankommt - auf Vertrauen, Liebe, Hingabe und auf das Einlassen auf alles was kommt. Sie wissen, dass sie nicht alles steuern und planen können, sondern dass das Baby seine eigenen Pläne mitbringt und das völlig in Ordnung ist.


In meiner Feedbackrunde sitzen zu 99% strahlende werdende Eltern vor mir und der schönste Abschlusssatz den ich oftmals vom werdenden Vater zu hören bekomme ist: „Schade, dass wir jetzt nicht mehr wieder kommen dürfen.“ Ich bin jedes Mal tief berührt und es zeigt mir, wie wertvoll mein Wirken ist und wie sehr Männer wieder in die Anbindung an das Urweibliche gelangen, wenn die Frau den Weg dorthin für sich geht.


Herzensgrüße,

Heike Christina Jekel

Heilpraktikerin & Mentorin für die Neue Zeit für Frauen


P.S. Meinen ersten Blogbeitrag verdanke ich einer Einladung zur Blogparade von Katharina Tolle -

von ganzem Herzen Danke für diesen Startschuss


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